Alta Via della Valmalenco

Einsamkeit auf dem schönsten Höhenweg des Veltlins
Auf der Südseite des bekannten Piz Berninas versteckt sich das einsame und ruhige Seitental des Veltlins, das Valmalenco. Nicht nur die Berninagruppe, sondern auch die herausragenden Bergstöcke Monte Disgrazia und Pizzo Scalino sorgen für eine beeindruckende Kulisse. Der Alta Via della Valmalenco zählt zu den schönsten Höhenwegen der Alpen und führt uns durch ruhige Wälder und Weiden, über weite Gletscherbecken und verblocktes Gelände vorbei an wunderschönen Bergseen hin zu urigen Berghütten. Wir genießen die Ursprünglichkeit und das italienische Flair in vollen Zügen und lassen uns dabei ganz a la dolce Vita in den Bergen verwöhnen.
6 Tage von Sonntag - Freitag
Tour in Bildern
Tourenbeschreibung
| Tag 1 | Chiareggio - Lago Pirola - Rifugio Ventina Wir treffen uns in Chiareggio und wandern nach einem kurzen Ausrüstungscheck durch schöne Wälder vorbei an der Alpe Zocche zur Alpe Pirola und weiter zum wunderschönen kobaltblauen Lago Pirola. Dieser lädt zu einem kühlen Bad sowie einer kleinen Brotzeit ein und wir machen gemütlich Pause. Unser weiterer Weg führt uns über etwas Blockgelände am See vorbei und wir steigen zum Rifugio Ventina ab. Hier werden wir herzlich in Empfang genommen und verbringen dort unsere erste Nacht auf 1960 m. Die Lage ist somit ideal um uns schon etwas an die Höhe zu gewöhnen und uns zu akklimatisieren. mehr... | 815 m | 470 m | ca. 4 Std. |
| Tag 2 | - Rifugio Palù Nach einem leckeren Frühstück steigen wir durch das Tal zurück nach Chiareggio. Von hier aus beginnen wir mit dem Aufstieg über die Alpe Flora zum Rifugio Longoni, unserem höchsten Punkt für heute. Die Hütte lädt zu einer gemütlichen Einkehr auf der Terrasse ein und wir stärken uns für den weiteren Weg über die Alpe Sasso Nero zum Lago Palù. Am gleichnamigen Rifugio nächtigen wir und genießen das Ambiente am See. mehr... | 1050 m | 1060 m | ca. 7,5 Std. |
| Tag 3 | Rifugio Musalla - Rifugio Carate - Rifugio Marinelli Bombardieri Nach einem leckeren Frühstück wandern wir zunächst durch schöne Wälder vorbei an der Schwemmebene der Alpe Campascio in Richtung Rifugio Musalla. Hier können wir uns mit einem guten italienischen Capuccino oder einem kühlen Getränk stärken bevor wir weiter zum Rifugio Carate aufsteigen. Der Weg und das Gelände dorthin werden nun immer felsiger und aussichtsreicher. Auf dem Rifugio Carate machen wir eine Mittagsrast und tanken unsere Kräfte noch einmal auf. Frisch gestärkt machen wir uns an den letzten Anstieg zum Rifugio Marinelli Bombardieri, unserem Quartier für heute Nacht. Die Hütte liegt direkt unter den bekannten Gipfeln Piz Bernina und Piz Palü und ist mit einer Höhe von 2813 m somit unser höchst gelegenes Quartier der Woche. mehr... | 1315 m | 450 m | ca. 6 Std. |
| Tag 4 | Fellaria Gletscher - Rifugio Bignami Heute steht uns zwar eine etwas kürzere, aber dennoch sehr aussichtsreiche und technisch anspruchsvollere Etappe bevor. Von der Hütte geht es zunächst in den Sattel unterhalb des Punto Marinelli. Von hier aus öffnet sich nochmal ein ganz anderer Blick und wir steigen flach über die letzten Gletscherreste des Fellaria Gletschers zur Alpe Fellaria zum Rifugio Bignami ab. Sollten es die Verhältnisse nicht zulassen den Gletscher zu überqueren, steigen wir auf der anderen Bergseite zum Rifugio Bignami. Die Hütte liegt oberhalb eines azurblauen Stausees und wir können die Sonne auf der Terrasse genießen, während wir den nächsten Tag besprechen. mehr... | 280 m | 715 m | ca. 4 Std. |
| Tag 5 | Val Poschiavina - Passo di Camagneda - Rifugio Cristina Zunächst steigen wir ein Stück ab in Richtung der Alpe Gembré. Durch das wunderschöne Val Poschiavina geht es weiter hinauf zum Passo di Campagneda. Auf dem Pass markiert ein großer Holzbogen die Grenze zwischen Schweiz und Italien und eröffnet eine herrliche Sicht auf die vor uns liegenden Bergseen. Diese versüßen uns den weiteren Weg und laden nur so zu einem kühlen Bad ein. Am Rifugio Cristina angekommen, können wir die Füße hochlegen und den Tag entspannt bei einem leckeren Essen ausklingen lassen. mehr... | 620 m | 770 m | ca. 5,5 Std. |
| Tag 6 | Alpe Acquanera - Caspoggio - Chiareggio Unsere letzte Etappe führt uns ständig leicht absteigend vorbei an der Alpe Acquanera bis hinab ins Tal nach Caspoggio. Im kleinen Ortsteil Pinaccio werden wir von einem Taxi abgeholt und zurück nach Chiareggio gebracht. Eine eindrucksvolle Woche liegt hinter uns und wir treten mit lauter schönen Erinnerungen die individuelle Heimreise an. mehr... | 70 m | 930 m | ca. 3,5 Std. |
Details im Überblick
Staatlich geprüfter Berg- oder Wanderführer
5 x Ü/HP in Hütten (MBZ oder Lager)
Transfers lt. Programm
6 Personen
max. 11 Personen
Anzahlung 100,00 € p.P. bei Buchung
Restzahlung bis 14 Tage vor Tourenstart
Getränke, Zwischenmahlzeiten & Rucksackproviant: Bargeld ca. 45,00 € p. P./p. T. nach pers. Bedarf
Individuelle Trinkgelder
Reiseversicherung
10:00 Uhr Parkplatz Chiareggio, 23023 Pian de Lupo (gegenüber des Hotel Gembro, direkt am Fluss)
6 Tage von Sonntag - Freitag
am letzten Tag ca. 14:00 Uhr
Weitere Infos
Unterbringung & Verpflegung
Unterbringung
In den Hütten sind wir im Matratzenlager oder in Mehrbettzimmern untergebracht. Auf allen Hütten gibt es Waschräume, einige Hütten bieten auch eine Duschmöglichkeit.
Verpflegung
In den Unterkünften werden wir reichhaltig (Halbpension) verpflegt. Es ist auch vegetarische Verpflegung möglich (bitte bei Buchung, spätestens zwei Wochen vor Tourenstart, angeben). Unterwegs haben wir oftmals einladende Einkehrmöglichkeiten oder du kannst dir am Morgen ein Lunchpaket (kostenpflichtig) zusammenstellen lassen. Deshalb reicht es aus, wenn du für den Tourenstart genügend zu trinken und einen kleinen Snack (Energieriegel) für zwischendurch mitnimmst. An den folgenden Tourentagen informiert dich dein Guide.
Zimmervermittlung bei vorzeitiger Anreise
Tourismusbüro Sondrio e Valmalenco
Tel.: +39 0342 451150
Mail: info@sondrioevalmalenco.it
www.sondrioevalmalenco.it
weitere Infos
Wichtiger Hinweis
Während der Tour kann es aufgrund von witterungsbedingten Einflüssen oder regionalen Veränderungen zu Abweichungen oder Anpassungen des ausgeschriebenen Tourenverlaufs kommen. Der geplante Tourenverlauf kann deshalb nicht im Detail garantiert werden.
Hinweis für Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Dieses Programm ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Einreise und Visum
Für die Einreise nach Italien benötigst du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Für die Einreise aus der EU gibt es keine Visapflicht. Weitere Infos findest du beim Auswärtigen Amt in Italien.
Guter Rat ist nicht teuer!
Aus Erfahrung wissen wir, dass eine Wochentour in den Bergen für viele Wanderer eine große Herausforderung ist. Leider müssen unsere Bergführer immer wieder feststellen, dass nicht jeder ausreichend vorbereitet ist und die Anforderungen einer solchen Tour unterschätzt werden. Wenn du bislang noch nicht mehrtägig in den Bergen unterwegs warst, empfehlen wir dir als Vorbereitung eine unserer dreitägigen Touren zum Reinschnuppern. Eine vorherige Akklimatisation ist bei jeder Tour sinnvoll.
Antworten auf häufig gestellte Fragen!
* Nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ lassen wir uns mit unserer regentauglichen Ausrüstung auch von Regen oder Schnee die Freude am Wandern nicht nehmen. Sollte die Tour/Etappe aus Sicherheitsgründen nicht wie geplant stattfinden können, wird der Guide eine Alternative finden.
* Die beste Zeit für eine mehrtägige Wanderung ist zwischen Mitte Juni und Ende September. Zu Beginn und am Ende der Saison müssen wir unter Umständen mit Schneefeldern rechnen. In den Bergen ist grundsätzlich auch in den Sommermonaten jederzeit Schneefall möglich.
* Eine Wochentour in den Bergen ist für viele Wanderer eine große Herausforderung. Wir sind auf guten Bergwegen unterwegs. Oftmals sind die Wege steil oder auch felsig, manchmal erdig und auch rutschig. Wenn du bereits Erfahrung im Wandern hast und entsprechende Ausdauer mitbringst, trittsicher (sicheres Gehen auf unebenen, steinigen und auch unbefestigten Wegen) und weitestgehend schwindelfrei bist, wirst du auf der Tour genussvoll unterwegs sein. Warst du bislang noch nicht mehrtägig in den Bergen unterwegs, empfehlen wir dir als Vorbereitung eine unserer dreitägigen Touren zum Reinschnuppern und Kennenlernen.
* Solltest du tatsächlich eine Tour abbrechen müssen und dir dadurch Zusatzkosten entstehen (Taxitransfer, zusätzliche Hotelübernachtung, o.ä.), werden diese Kosten nicht von der Bergschule erstattet (siehe AGB der Bergschule Kleinwalsertal). Deshalb empfehlen wir ausdrücklich eine Reiseversicherung, die auch den Abbruch einer Tour abdeckt.
* In der Ausrüstungsliste findest du alles, was du für deine Tour benötigst. Besonderes Augenmerk solltest du auf deine Bergschuhe verwenden. Der Schaft der Schuhe muss über die Knöchel gehen, die Kategorie B/C ist empfehlenswert. Wichtig sind ein gutes Profil, die Stabilität und der Zustand des Schuhs. Ein bequemer Bergschuh ist nicht unbedingt für eine mehrtägige Tour geeignet. Bei alten Schuhen kommt es häufig vor, dass sich die Sohle ablöst. Deshalb lohnt sich besonders bei den Schuhen die Investition in ein neues Paar.
* Wir sind in den Hütten im Lager oder in Mehrbettzimmern, im Hotel bzw. im Gasthof im Doppel- oder auch Mehrbettzimmer untergebracht. Wir bitten um Verständnis, dass individuelle Reservierungswünsche nicht berücksichtigt werden können.
* In den Unterkünften werden wir reichhaltig (Halbpension) verpflegt. Es ist auch vegetarische Verpflegung möglich (bitte bei Buchung angeben). Unterwegs gibt es oftmals einladende Einkehrmöglichkeiten oder du kannst dir ein Lunchpaket (kostenpflichtig) zusammenstellen lassen. Deshalb reicht es aus, wenn du für den Tourenstart genügend zu Trinken und einen kleinen Snack für zwischendurch mitnimmst. An den folgenden Wandertagen informiert dich dein Guide.
* Unverträglichkeiten oder besondere Diäten (z. B. vegane Kost, Gluten- oder Laktoseintoleranz) sind bei Unterbringung im Hotel oder im Gasthaus in der Regel kein Problem. Auf den Hütten hingegen ist eine Sonderverpflegung nur bedingt möglich. Dafür solltest du eigenständig vorsorgen.
Kartenmaterial
Kompass-Wanderkarte Nr. 93 & 94 (Chiavenna / Val Bregalia & Bernina / Sondrio) oder mit gängigen Karten-Apps wie Outdooractive, Alpenvereinaktiv oder PeakFinder.
Anfahrt & Parken
Der Treffpunkt zu deiner Tour ist sowohl mit dem PKW als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut und einfach zu erreichen. Bitte plane genügend Zeit ein, um rechtzeitig zum Treffpunkt zu kommen.
PKW
Aus jeder Richtung kommend fährst du über Sondrio. Von hier aus sind es 27 km in Richtung Valmalenco, an Chiesa di Valmalenco und San Giuseppe vorbei bis nach Chiareggio und etwas weiter nach Pian del Lupo zum Treffpunkt.
Parken:
kostenfreie Parkplätze am Treffpunkt (Stand 2026)
Bahn und Bus
Mit dem Zug geht es bis nach Sondrio und ab hier mit dem Busline A038 der Busgesellschaft "stps" weiter über Chiesa di Valmalenco bis nach Chiareggio. Von der Bushaltestelle zu Fuß zum Treffpunkt. Alternativ kommst du mit dem Flixbus gut von vielen Städten nach Mailand und mit dem Zug weiter nach Sondrio.
Mitfahrzentrale
Eine gemeinsame Anreise ist nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch äußerst unterhaltsam. Nutze unseren Service unter folgendem Link: Mitfahrzentrale
Routenplaner
10:00 Uhr Parkplatz Chiareggio, 23023 Pian de Lupo (gegenüber des Hotel Gembro, direkt am Fluss)
Ja, ich möchte die Kartendienste von OpenStreetMap aktivieren
Wissenswertes zur Region
Das Valmalenco (lombardisch val Malénch), deutsch auch Malencotal, ist ein in den Westlichen Rätischen Alpen gelegenes Seitental des Veltlin in der italienischen Provinz Sondrio (Lombardei). Das Tal beginnt in Sondrio und erstreckt sich über etwa 15 Kilometer nördlich auf den Piz Bernina zu. Sein Hauptort ist Chiesa in Valmalenco.
Das Tal besteht aus den fünf Gemeinden Chiesa in Valmalenco, Lanzada, Caspoggio, Spriana und Torre di Santa Maria. Jede Gemeinde besitzt ihren eigenen Charakter und bietet unterschiedliche Sehenswürdigkeiten und Ausgangspunkte für Ausflüge. Mächtige Gipfel wie der Piz Bernina, der Piz Scerscen, der Piz Roseg, der Piz Palü und der Monte Disgrazia bilden die Kulisse für eine Region, die Natur, Bergsport, alpine Tradition, Geschichte und italienische Lebensart miteinander verbindet.
Das Valmalenco spielte schon früh in der Geschichte des Alpinismus eine Rolle. 1862 bestiegen Edward Shirley Kennedy und Leslie Stephen zusammen mit dem Schweizer Bergführer Melchior Anderegg den Monte Disgrazia (3.678 m). Diese Besteigung gilt als wichtiger Ausgangspunkt für die Entwicklung des Bergtourismus im Tal.
Für ambitionierte Wanderer ist die Alta Via della Valmalenco das touristische Highlight schlechthin. Der Höhenweg führt in acht Etappen rund 110 Kilometer durch die spektakulärsten Landschaften des Tales.
Die Route verbindet unter anderem:
Torre di Santa Maria – Rifugio Bosio – Alpe Ventina – Chiareggio – Lago Palù – Rifugio Marinelli – Rifugio Bignami – Rifugio Cristina – Caspoggio.
Ja, ich möchte die Kartendienste von OpenStreetMap aktivieren
Ausrüstung
- Rucksack mit Regenhülle 30L - 40L
Der Rucksack sollte keinesfalls größer als 40l sein. Aus Erfahrung wissen wir, je mehr Platz zur Verfügung steht, desto mehr wird eingepackt. Der Rucksack sollte zur Körpergröße passen. Für Damen gibt es speziell geschnittene Rucksäcke. Ein empfehlenswertes Modell für Touren im Sommer findest du hier. Für eine Alpenüberquerung sollte der Rucksack keinesfalls mehr als 8 kg wiegen. Für Schneeschuhtouren muss im Rucksack Platz für die Sicherheitsausrüstung (Schaufel und Sonde) sein.
Es ist sehr hilfreich, wenn man seinen Rucksack immer nach dem gleichen Schema packt und jedes Teil seinen festen Platz hat. So findet man seine Sachen schneller (bei Regen oder Kälte ein wirklicher Vorteil). Es ist empfehlenswert, Kleidung, Hygiene, Medizin, Essen, etc. in optisch unterschiedliche Tüten (es reichen normale Plastiktüten) einzupacken. Das ist übersichtlich, das Packen fällt leichter und man schützt die Ausrüstung gleichzeitig vor Regen. Alternativ sind natürlich auch wasserdichte Packsäcke möglich.
- Wasserdichter Bergschuh KAT. B/C
Für mehrtägige Wandertouren sind Schuhe der Kategorie B, idealerweise B/C mit einem Schaft, der über die Knöchel geht, ein absolutes Muss. Ein fester Schuh bietet deutlich mehr Stabiliät. Wenn du neue Schuhe kaufst, solltest du diese unbedingt vorher einlaufen. Wenn deine Schuhe schon ein paar Jahre alt sind, solltest du über eine Neuanschaffung nachdenken - auch wenn er dir gut passt. Mit der Zeit härtet die Sohle aus, wird unflexibler und es besteht die Gefahr, dass sich die Sohle ablöst. Für Damen und Herren ist dieses Modell zu empfehlen.
Für Schneeschuhtouren sind diese Bergschuhe ebenfalls bestens geeignet. Wenn du nur eine Tagestour mit Schneeschuhen machst, genügen auch feste Winterstiefel zum Schnüren oder wasserdichte Bergschuhe, an welchen die Schneeschuhe befestigt werden können.
- Grödel oder Spikes*
Grödel oder Spikes unterstützen uns bei Touren im Schnee. Sobald diese benötigt werden, wirst du während der Tour von uns mit Grödeln oder Spikes ausgestattet. Die Grödel werden von der Bergschule für die Dauer der Tour kostenfrei zur Verfügung gestellt. Für die individuellen Touren ohne Guide können wir keine Grödel zur Verfügung stellen. Diese sollltest du aus Sicherheitsgründen unbedingt mitnehmen.
- Teleskop- oder Faltstöcke
Stöcke sind vor allem bei langen Abstiegen sehr hilfreich, um deine Gelenke zu schonen. Bei anstrengenden Aufstiegen ist der Einsatz ebenfalls zur Unterstützung zu empfehlen. Im Frühsommer, wenn noch Schnee in den Bergen liegt, sind Stöcke mit großen Tellern ein Sicherheitsfaktor. Zu dieser Jahreszeit bzw. immer wenn mit größeren Schneefeldern in den Bergen zu rechnen ist, gehören Stöcke zur Standardausrüstung.
- Funktionssocken
Je nach Länge der Tour benötigst du ein weiteres Paar zum Wechseln. Bei Sommertouren kannst du die Socken auch mal auswaschen. Wir empfehlen Socken aus Merino-Wolle. Für Wintertouren empfehlen wir etwas wärmere Socken mit einem höheren Schaft. Wichtig ist ein guter Sitz der Socken, damit kann das Risiko der Blasenbildung deutlich verringert werden.
- Funktionelle Unterwäsche
Je nach Länge der Tour benötigst du zwei bis drei Garnituren zum Wechseln. Eine Garnitur trägst du bereits bei Tourenstart. Wir empfehlen Wäsche aus Merino-Wolle. Erfahrungsgemäß beginnt Synthetik-Material nach einiger Zeit unangenehm zu riechen. Bei Sommertouren kann die Unterwäsche auch mal ausgewaschen werden. Sehr gute Erfahrung haben wir mit Unterwäsche von super.natural für Damen und Herren gemacht.
- Funktionelle Berghose kurz
Abhängig von deiner Tour muss eine kurze Hose mit. Diese sollte leicht sein und ein kleines Packmaß haben (Beispiel Damen und Herren).
- Funktionelle Berghose lang
Je nach Tour und Wetterlage trägst du diese Hose bereits zum Tourenstart. Die Qualität der Hose sollte an den Charakter der Tour angepasst sein. Eine dünne Hose eignet sich für Touren, die nicht weit über 2.000 m hinaus gehen. Ein etwas robusteres Material ist für unsere Alpenüberquerungen ratsam. Zip-Off-Hosen sind eine gute Möglichkeit, um Gewicht zu sparen. Für Hochtouren benötigst du unter Umständen eine Hose, die am Beinende verstärkt ist, um beim Gehen mit Steigeisen einen entsprechenden Schutz zu haben. Für Schneeschuhtouren sollte die Hose entsprechend warm und eventuell gefüttert sein. Alternativ ist auch eine lange Unterhose als weitere Wärmeschicht möglich.
- leichte Hüttenhose
Für eine Tour mit Hütten-Übernachtungen benötigst du eine leichte Hose für deinen Aufenthalt auf der Hütte. Hier solltest du unbedingt auf das Gewicht und ein kleines Packmaß achten.
- Funktionsshirt langärmlig
Abhängig von deiner Tour benötigst du ein zweites Shirt (Beispiel Herren & Beispiel Damen) zum Wechseln. Je nach Wetter und Tour trägst du dieses Shirt (wärmere Version) vielleicht schon am Körper. Wir empfehlen auch hier Merino-Wolle. Das Shirt kannst du bei Sommertouren auch mal auswaschen. Möglicherweise ist eine Weste eine gute Ergänzung statt eines weiteren Shirts, das ist aber natürlich dir überlassen. Achte auch hier auf das Gewicht.
- Funktionsshirt kurzärmlig
Abhängig vom Charakter und der Länge der Tour benötigst du vielleicht ein zweites Shirt. Während einer Sommertour kann das Shirt (Beispiel Damen & Beispiel Herren) auch mal von Hand gewaschen werden. Diese Shirts gibt es auch in unserem Bergschulbüro im Kleinwalsertal käuflich zu erwerben (solange der Vorrat reicht).
- Wärmende Jacke
Diese wärmende Schicht kann eine Primaloft-, Daunen-, Fleece- oder Softshelljacke (Beispiel Damen & Beispiel Herren) sein. Wichtig ist, dass eine Regenjacke bzw. Hardshelljacke darüber passt. Diese kannst du als zusätzliche Wärmeschicht tragen. Das Schichtprinzip hat sich in den Bergen bewährt. Mehrere dünne Schichten übereinander bieten Flexibilität in Bezug auf Temperatur und Wetter.
- Regenjacke & Regenhose
Der Regenschutz ist mit das Wichtigste in unserer Ausrüstung. Das Wetter in den Bergen kann sich sehr schnell ändern. Neben einer Regenjacke (Damen/Herren) muss auch eine Regenhose bei jeder Tour in den Rucksack. Ein Regenponcho ist ungeeignet, ein Windstoß genügt um deine Sicht einzuschränken, was wiederum die Trittsicherheit beeinflusst.
- Mütze/Stirnband
Egal ob Winter- oder Sommertour - eine Mütze oder ein Stirnband gehört in deinen Rucksack. Je nach Vorliebe reicht auch ein Stirnband. Die Kapuze dient dann als zusätzlicher Wärmeschutz am Kopf.
- leicht gefütterte Handschuhe
In den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen. Auch im Sommer kann es in der Höhe empfindlich kalt werden. Deshalb gehören leicht gefütterte Handschuhe auch im Sommer in den Rucksack.
Für Touren im Winter sind leicht gefütterte Handschuhe ideal, wenn es nicht zu kalt ist oder wenn dich ein schweißtreibender Aufstieg fordert. Abhängig von deiner Tour musst du ein zweites Paar, wärmer gefüttert, mitnehmen. Gerade bei Touren im Schnee (Hoch-, Ski-, Freeride- oder Schneeschuhtouren) können die Temperaturen deutlich schwanken.
- Sonnenschutz
Dazu gehören Sonnencreme, Sonnenbrille, Schildmütze oder ein Sonnenhut.
- Trinkflasche
Deine Trinkflasche sollte mindestens 1 bis 1,5 Liter fassen (als eine Flasche oder zwei Flaschen). Bei den meisten Touren kann man zwischendurch die Flasche auffüllen. Dennoch solltest du sicherstellen, dass du auf langen Strecken genügend zum Trinken dabei hast.
- Energieriegel/Nüsse
Je nach persönlichem Bedarf reichen dir für den ersten Tag ein paar Energieriegel. Oftmals kannst du während der Tour auf den Hütten oder bei Aufenthalten im Tal Riegel kaufen. In vielen Unterkünften ist es möglich ein Lunchpaket zu bestellen. Deshalb brauchst du nur für den ersten Tag Verpflegung mitnehmen.
- Regenschirm (optional)
Regenschirme können in der Bergschule für die Dauer der Tour ausgeliehen oder käuflich erworben werden (solange der Vorrat reicht). Beachte: nur möglich bei Tourenstart im Kleinwalsertal.
Ein Regenschirm ist bei normalen Wanderungen auf Wegabschnitten ohne große Schwierigkeiten oftmals sehr nützlich. Es gibt Modelle, die einen zusätzlichen Schutz für den Rucksack bieten - sogenannte Swing backpack-Modelle - oder auch Schirme, die am Rucksack befestigt werden können - handsfree-Modelle.
- Hüttenschuhe
Auf den allermeisten Hütten gibt es Hüttenschuhe zum Ausleihen. Wenn dein Rucksack nicht zu schwer ist, kannst du deine eigenen Schuhe mitnehmen.
- kleiner Kulturbeutel
Achte bei deinen Hygieneartikeln (Shampoo, Duschgel, etc.) auf kleine Reisegrößen. Die kleinen Größen reichen für die Tourdauer und das Gewicht ist deutlich geringer.
- kleines Handtuch und Waschlappen
Am besten eignen sich Mikrofaserhandtücher. Diese gibt es in verschiedenen Größen und Farben und sie sind sehr platzsparend. Ein kleiner Waschlappen ist sehr hilfreich, wenn es auf einer Hütte keine Dusche gibt.
- Badebekleidung
Bei Mehrtagestouren gibt es in der ein oder anderen Unterkunft die Möglichkeit den Spa-Bereich nach Abklärung vor Ort an der jeweiligen Rezeption evtl. gegen Gebühr zu nutzen. Außerdem kommen wir auf einigen Touren an schönen Bergseen vorbei, welche zu einem kühlen Bad einladen. Gerne kannst du deine Badebekleidung einpacken.
Bei deiner Canyoningtour hast du unter dem Canyoninganzug deine eigenen Badesachen an. Bringe neben deiner Badebekleidung auch ein Handtuch und dementsprechende Wechselbekleidung mit.
- Hüttenschlafsack (ohne Metallanteile)
Ein Hüttenschlafsack ist bei allen Touren mit Hüttenübernachtung aus Hygienegründen Vorschrift. Auf den Berghütten können die Bettlaken und Decken nicht täglich gereinigt werden. Es gibt Modelle aus Synthetik, Seide oder Merinowolle. Achte auf ein kleines Packmaß und geringes Gewicht. Der Hüttenschlafsack darf keinen Reißverschluss haben.
- Ausweis/Bargeld
Bargeldloses Bezahlen ist nur auf wenigen Hütten möglich. Deshalb musst du genügend Bargeld mitnehmen, um alle Kosten, die nicht in deiner Pauschale inkludiert sind, zu begleichen. Wie viel du mitnimmst, hängt von deinem Konsumverhalten ab. Ein grober Richtwert sind etwa 45,00 € pro Tag und pro Person.
- Stirnlampe
Eine gute Stirnlampe findest du hier und gehört ebenfalls bei dieser Tour zu deiner Ausrüstung. Die Lampe kann nicht nur während der Hüttenübernachtung zum Einsatz kommen, auch untertags während der Tour.
- Powerbank (optional)
Um mögliche Engpässe beim Laden der Handys zu vermeiden, kann eine Powerbank hilfreich sein. Wenn du das zusätzliche Gewicht sparen möchtest, solltest du dich bei der Nutzung des Handys einschränken.
- Ohropax (optional)
Auf Touren mit Hüttenübernachtung sind Ohropax sehr hilfreich. Du bist möglicherweise in größeren Bergsteigerlagern untergebracht und teilst dir diesen Raum mit anderen.
- Blasenpflaster & Tape
Ein hautverträgliches Tape zum Abkleben von empfindlichen Stellen im Schuh sollte unbedingt mit in den Rucksack. Außerdem ist es hilfreich, vorsorglich Blasenpflaster mitzunehmen. Neben deinen persönlichen Medikamenten solltest du auch Schmerzmittel und ein bisschen Verbandsmaterial mitnehmen, aber alles natürlich nur in kleinen Mengen und klein verpackt.










