Hochtourenwoche rund um den Piz Bernina

Anspruchsvolle Umrundung abseits viel begangener Routen
Die Berninagruppe an der Grenze der Schweiz zu Italien stellt sicherlich eine der imposantesten und schönsten Gebirgsgruppen im Alpenraum dar. Nicht umsonst sprechen Alpinisten vom "Festsaal der Alpen". Der Piz Bernina ist außerdem der östlichste 4.000er in den Alpen und der höchste Berg im Kanton Graubünden. Während unserer Tour sind wir auf wenig frequentierten Routen unterwegs. Es erwarten uns grandiose Berglandschaften, herrliche Gipfelziele, gemütliche Berghütten, wilde Gletscher, ausgesetzte Klettereien und schmale Grate - kurzum alles, was das Hochtourenherz begehrt.
6 Tage von Sonntag - Freitag
Tour in Bildern
Tourenbeschreibung
| Tag 1 | Morteratsch - Bovalhütte Nach einem kurzen Materialcheck fahren wir mit dem Zug nach Morteratsch auf 1860 m. Von hier aus steigen wir auf einem Wanderweg in Richtung Bovalhütte (2.495 m) auf, wo wir die Aussicht auf den eindrucksvollen Morteratschgletscher genießen. mehr... | 600 m | ca. 3 Std. | |
| Tag 2 | Fuorcla da Boval - Piz Morteratsch - Vadrettin da Tschierva - Tschierva Hütte Zeitig in der Früh steigen wir von der Hütte auf Wegspuren steil in Richtung Fuorcla da Boval (3.347 m) auf. Unterhalb der Scharte erwartet uns bereits schöne, teils ausgesetzte Kletterei im I bis II Schwierigkeitsgrat. Bei günstigen Verhältnissen besteigen wir über steile Firnhänge den Piz Morteratsch (3.751 m). Über den Vadrettin da Tschierva geht es hinab zur Tschierva Hütte (2.584 m). Der Ausblick auf die Bergkulisse mit Piz Bernina (4.049 m) und Piz Roseg (3.937 m) ist atemberaubend! mehr... | 1250 m | 1150 m | ca. 8 Std. |
| Tag 3 | Val Roseg - Coaz Hütte - Piz dal Lej Alv - Chamanna Coaz Von der Tschierva Hütte steigen wir auf dem Wanderweg in Richtung Val Roseg ab. Gegebenenfalls können wir hier eine kleine Pause machen bevor wir auf der westlichen Talseite, zur Coaz Hütte (2.610 m) aufsteigen. Nach einer Hüttenrast bietet sich noch die Möglichkeit den Piz dal Lej Alv (3.197 m) zu besteigen, um bereits einen Blick auf die morgige Etappe zu werfen bzw. das grandiose Bergpanorama zu genießen. Vom Gipfel geht es auf gleichem Weg wieder retour zu Coaz Hütte (zzl. ca. 600 Hm). mehr... | 680 m | 640 m | ca. 5,5 Std. |
| Tag 4 | Vadret da Roseg - Fuorcla da la Sella - Piz Sella - Rifugio Marinelli Bombardieri Von der Coaz Hütte geht es hinauf zum spaltenreichen Vadret da Roseg, welchen wir in östlicher Richtung zum Vadret da la Sella queren. Über den beeindruckenden Gletscher steigen wir auf zur Fuorcla da la Sella (3.265 m), dem Übergang nach Italien. Von der Scharte aus bietet es sich noch an den Piz Sella (3.506 m) zu besteigen. In Anschluss geht es über das riesige Gletscherplateau des Vedretta di Scerscen Superiore zum Passo Marinelli Occidentale weiter zum Rifugio Marinelli Bombardieri (2.813 m). mehr... | 900 m | 700 m | ca. 8 Std. |
| Tag 5 | Vedretta di Fellaria - Fuorcla Bellavista - Piz Palü - Diavolezza - Berghaus Diavolezza Frühmorgens geht es hinauf zum Passo Marinelli Orientale (3.094 m) auf den Vedretta di Fellaria und weiter zum Passo di Sasso Rosso (3.505 m). Über das weite Gletscherbecken des Altipiano di Fellaria steigen wir auf zur Fuorcla Bellavista (3.688 m), wo wir uns wieder an der Grenze zur Schweiz befinden. Über einen luftigen Felsgrat mit Kletterstellen bis zum II. Schwierigkeitsgrat geht es zum Piz Spinas (3.826 m). Ein teils sehr schmaler und exponierter Firngrat führt uns zuerst auf den Westgipfel, später auf den Ostgipfel des Piz Palü (3.900 m). Über anfangs sehr steile Firnhänge geht es hinunter zum Vadret Pers mit seinen riesigen Spaltenlabyrinthen. Nach Erreichen der Fuorcla Trovat (3.019 m) geht es über einen Pfad hinüber zur Diavolezza (2.973 m), unserem heutigen Nachtquartier. Direkt vor der Terrasse erhebt sich der Piz Palü in seiner vollen Pracht und wir können den anstrengenden Tag gemütlich Revue passieren lassen. mehr... | 1100 m | 1100 m | ca. 10 Std. |
| Tag 6 | Abstieg zur Diavolezza Talstation Nach dem gemütlichen Frühstück steigen wir über den Wanderweg hinab zur Talstation der Diavolezza Bahn. Eine wunderschöne Hochtourenwoche mit lauter eindrucksvollen Erlebnissen liegt hinter uns und wir können stolz auf uns sein, welche Gipfel wir alle bestiegen haben. mehr... | 900 m | ca. 2 Std. |
Tour-Termine
2026| S90-26-2 | 05.07.2026 - 10.07.2026 | Warteliste | ||
| S90-26-1 | 12.07.2026 - 17.07.2026 | Anfragen | Buchen |
(nur auf Anfrage buchbar)
Details im Überblick
Staatlich geprüfter Bergführer
Technische Ausrüstung (leihweise)
Reservierung der Unterkünfte
3 Personen
max. 3 Personen
Anzahlung 100,00 € p.P. bei Buchung
Restzahlung bis 14 Tage vor Tourenstart
5 x Ü/HP Hütte (ca. 60,00 € - 80,00 € pro Nacht)
Getränke, Zwischenmahlzeiten & Rucksackproviant: Bargeld ca. 45,00 €/CHF p. P./p. T. nach pers. Bedarf
Transfers
Individuelle Trinkgelder
Reiseversicherung
12:00 Uhr Parkplatz Diavolezza
6 Tage von Sonntag - Freitag
Rückkehr am letzten Tag ca. 11:00 Uhr
Auswärtiges Amt Schweiz
Auswärtiges Amt Italien
Weitere Infos
Kartenmaterial
Schweizer Landeskarte Piz Bernina 1:25000 oder mit gängigen Karten-Apps wie Outdooractive, Alpenvereinaktiv oder PeakFinder
Unterbringung
In den Hütten sind wir im Matratzenlager oder in Mehrbettzimmern untergebracht. Auf allen Hütten gibt es Waschräume, einige Hütten bieten auch eine Duschmöglichkeit.
Wir bitten um Verständnis, dass individuelle Reservierungswünsche nicht berücksichtigt werden können.
Allgemein
Verpflegung
In den Unterkünften werden wir reichhaltig (Halbpension) verpflegt. Es ist auch vegetarische Verpflegung möglich (bitte bei Buchung, spätestens zwei Wochen vor Tourenstart, angeben). Unterwegs gibt es zum Teil einladende Einkehrmöglichkeiten oder du kannst dir am Morgen ein Lunchpaket (kostenpflichtig) zusammenstellen lassen. Deshalb reicht es aus, wenn du für den Tourenstart genügend zu trinken und einen kleinen Snack (Energieriegel) für zwischendurch mitnimmst. An den folgenden Tourentagen informiert dich dein Guide.
Anreise
Der Treffpunkt zu deiner Tour ist sowohl mit dem PKW als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut und einfach zu erreichen. Bitte plane genügend Zeit ein, um rechtzeitig zum Treffpunkt zu kommen.
PKW:
Mit dem Auto in Richtung St. Moritz und von dort aus weiter am Ort Pontresina vorbei bis zum Treffpunkt bei der Diavolezza Seilbahn. Der Treffpunkt ist mit dem Auto gut zu erreichen.
Parken:
Am Treffpunkt stehen kostenfreie Parkplätze für die Dauer der Tour zur Verfügung (Stand 2025).
Bahn und Bus:
Der Treffpunkt zu deiner Tour ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Mit dem Zug geht es bis zum Treffpunkt. Über folgenden Link findest du die passende Verbindung:
https://www.sbb.ch/
Flugzeug:
Die nächstgelegenen Flughäfen sind Mailand, Innsbruck, Zürich, Memmingen, Bozen oder Friedrichshafen. Von allen Flughäfen bestehen gute Bahnverbindungen zum Treffpunkt.
Wichtiger Hinweis
Während der Tour kann es aufgrund von witterungsbedingten Einflüssen oder regionalen Veränderungen zu Abweichungen oder Anpassungen des ausgeschriebenen Tourenverlaufs kommen. Der geplante Tourenverlauf kann deshalb nicht im Detail garantiert werden.
Guter Rat ist nicht teuer!
Antworten auf häufig gestellte Fragen!
* Wir empfehlen eine vorherige Akklimatisation.
* Nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ lassen wir uns mit unserer regentauglichen Ausrüstung auch von Regen oder Schnee die Freude am Wandern nicht nehmen. Sollte die Tour/Etappe aus Sicherheitsgründen nicht wie geplant stattfinden können, wird der Guide eine Alternative finden.
* Die beste Zeit für eine Hochtour ist zwischen Ende Juni und Anfang August (je nach Region und Tour unterschiedlich). Zu Beginn und am Ende der Saison müssen wir unter Umständen auch neben den Gletschern mit Schneefeldern rechnen. In den Bergen ist grundsätzlich auch in den Sommermonaten jederzeit Schneefall möglich.
*Bevor du eine Hochtour machst, empfehlen wir dringend unseren Hochtourenkurs für Einsteiger oder eine unserer leichteren Hochtouren zum Reinschnuppern. Dabei wirst du praxisnah auf deine erste Hochtour vorbereitet. Leider müssen unsere Guides immer wieder feststellen, dass sich manch einer zu viel zumutet und zu wenig Grundkenntnisse vorhanden sind.
* Solltest du tatsächlich eine Tour abbrechen müssen und dir dadurch Zusatzkosten entstehen (Taxitransfer, zusätzliche Hotelübernachtung, o.ä.), werden diese Kosten nicht von der Bergschule erstattet (siehe AGB der Bergschule Kleinwalsertal). Deshalb empfehlen wir ausdrücklich eine Reiseversicherung, die auch den Abbruch einer Tour abdeckt.
* In der Ausrüstungsliste findest du alles, was du für deine Tour benötigst. Besonderes Augenmerk solltest du auf deine Bergschuhe verwenden. Der Schaft der Schuhe muss über die Knöchel gehen und sollte die Kategorie C aufweisen. Da ihr auf eurer Tour Steigeisen benötigt, sollte der Schuh mindestens bedingt Steigeisenfest sein. Wichtig sind zudem ein gutes Profil, die Stabilität und der Zustand des Schuhs. Ein bequemer Bergschuh ist nicht unbedingt für eine Hochtour geeignet. Bei alten Schuhen kommt es häufig vor, dass sich die Sohle ablöst. Deshalb lohnt sich besonders bei den Schuhen die Investition in ein neues Paar.
* Wir sind in den Hütten im Lager oder in Mehrbettzimmern, im Hotel bzw. im Gasthof im Doppel- oder auch Mehrbettzimmer untergebracht. Wir bitten um Verständnis, dass individuelle Reservierungswünsche nicht berücksichtigt werden können.
* In den Unterkünften werden wir reichhaltig (Halbpension) verpflegt. Es ist auch vegetarische Verpflegung möglich (bitte bei Buchung angeben). Unterwegs gibt es oftmals einladende Einkehrmöglichkeiten oder du kannst dir ein Lunchpaket (kostenpflichtig) zusammenstellen lassen. Deshalb reicht es aus, wenn du für den Tourenstart genügend zu Trinken und einen kleinen Snack für zwischendurch mitnimmst. An den folgenden Wandertagen informiert dich dein Guide.
* Unverträglichkeiten oder besondere Diäten (z. B. vegane Kost, Gluten- oder Laktoseintoleranz) sind bei Unterbringung im Hotel oder im Gasthaus in der Regel kein Problem. Auf den Hütten hingegen ist eine Sonderverpflegung nur bedingt möglich. Dafür solltest du eigenständig vorsorgen.
Routenplaner
12:00 Uhr Parkplatz Diavolezza
Ja, ich möchte die Kartendienste von OpenStreetMap aktivieren
Wissenswertes zur Region
Ausgangspunkt dieser Tour ist Morteratsch. Dieser Ort liegt am nördlichen Ausgang des Morteratschtals, welches erst durch den Gletscherschwund so bezeichnet wird, am Zusammenfluss des Berninabachs (Ova da Berninas) und des Ova da Morteratsch. Noch im 19. Jahrhundert wurde dieser Bereich auf Landeskarten als Alp Nova bezeichnet.
Von dort aus gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten über das Morteratschtal auf die wunderschöne Boval Hütte zu gelangen, die auf 2.495 m liegt. Das Gebiet rund um die Hütte eignet sich für Erkundungen der Natur und Tierbeobachtungen von Gemsen, Murmeltiere und mit etwas Glück erblickt man Bartgeier oder Steinadler in den Lüften.
Die Tschiervahütte ist eine Berghütte des Schweizer Alpen Clubs (SAC) in der Berninagruppe. Sie liegt auf einer Höhe von 2.573 m in der Südflanke des Piz Tschierva, oberhalb des Tschiervagletschers. Die 1951 an diesem Platz erbaute Hütte wurde 2002 modernisiert.
In einer sehr schönsten Region liegt die Chamanna Coaz auf 2.610 m ü. M. umgeben von den mächtigen Bergen der Bernina-Gruppe, die ringsum in den Himmel ragen. Zerschundene Gletscher fließen an der Aussichtskanzel vorbei. Die Lage ist sensationell mitten im Hochgebirge und deshalb ein echtes Erlebnis, ob als Ziel oder als Ausgangspunkt über den Niederungen des Alltags.
Die Marinelli Bombardieri Hütte war die erste Hütte, die vom italienischen Alpenklub in den lombardischen Alpen errichtet wurde. Sie wurde 1880 unter dem Namen Scerscen Hütte in Betrieb genommen. 2 Jahre später wurde sie in Marinelli Hütte umbenannt, zu Ehren ihres Gründungsvaters Damiano Marinelli. Über die Jahre fanden zahlreiche Um- und Anbauten statt (1906, 1915, 1917, 1925 und 1938) und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Hütte auf Anregung von Luigi Bombardieri, einem Alpinisten und Schriftsteller, nochmal vergrößert.
Das Berghaus Diavolezza liegt auf beinahe 3.000 Meter über Meer und ist mit der Diavolezza Bahn einfach von der Talstation an der Berninastrasse erreichbar. Bahn und Berghaus blicken auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück. Einige waghalsige Bergsteiger haben von hier aus die Erstbesteigung der höchsten Gipfel der Ostalpen unternommen und man erzählt sich, dass vor langer, langer Zeit sogar einmal eine wunderschöne rothaarige Teufelin auf der Diavolezza gehaust haben soll.
Ja, ich möchte die Kartendienste von OpenStreetMap aktivieren
Ausrüstung
- Rucksack mit Regenhülle 30L - 40L
Der Rucksack sollte keinesfalls größer als 40l sein. Aus Erfahrung wissen wir, je mehr Platz zur Verfügung steht, desto mehr wird eingepackt. Der Rucksack sollte zur Körpergröße passen. Für Damen gibt es speziell geschnittene Rucksäcke. Ein empfehlenswertes Modell für Touren im Sommer findest du hier. Für eine Alpenüberquerung sollte der Rucksack keinesfalls mehr als 8 kg wiegen. Für Schneeschuhtouren muss im Rucksack Platz für die Sicherheitsausrüstung (Schaufel und Sonde) sein.
Es ist sehr hilfreich, wenn man seinen Rucksack immer nach dem gleichen Schema packt und jedes Teil seinen festen Platz hat. So findet man seine Sachen schneller (bei Regen oder Kälte ein wirklicher Vorteil). Es ist empfehlenswert, Kleidung, Hygiene, Medizin, Essen, etc. in optisch unterschiedliche Tüten (es reichen normale Plastiktüten) einzupacken. Das ist übersichtlich, das Packen fällt leichter und man schützt die Ausrüstung gleichzeitig vor Regen. Alternativ sind natürlich auch wasserdichte Packsäcke möglich.
- Steigeisenfester Bergschuh
Zu der Ausrüstung beim Hochtourengehen gehören Steigeisen, daher benötigst du einen steigeisenfesten Bergschuh. Auch bei Neulingen im Eis empfehlen wir die richtige Schuhausrüstung. Wenn du neue Schuhe kaufst, musst du diese unbedingt vorher einlaufen. Wenn deine Schuhe schon ein paar Jahre alt sind, solltest du über eine Neuanschaffung nachdenken - auch wenn er dir gut passt. Mit der Zeit härtet die Sohle aus und es besteht die Gefahr, dass diese sich ablöst.
- Steigeisen* (Schuhgröße bitte mitteilen)
Auf Gletschertouren oder anspruchsvollen Skitouren kombiniert mit Bergtouren gehören Steigeisen in jedem Fall zur Ausrüstung. Die Steigeisen werden dir von der Bergschule für die Dauer der Tour kostenfrei zur Verfügung gestellt. Bitte teile uns deine Schuhgröße mit, damit wir die passenden Eisen für dich reservieren können. Gerne kannst du auch deine eigene Ausrüstung mitbringen.
- Teleskop- oder Faltstöcke
Stöcke sind vor allem bei langen Abstiegen sehr hilfreich, um deine Gelenke zu schonen. Bei anstrengenden Aufstiegen ist der Einsatz ebenfalls zur Unterstützung zu empfehlen. Im Frühsommer, wenn noch Schnee in den Bergen liegt, sind Stöcke mit großen Tellern ein Sicherheitsfaktor. Zu dieser Jahreszeit bzw. immer wenn mit größeren Schneefeldern in den Bergen zu rechnen ist, gehören Stöcke zur Standardausrüstung.
- Biwaksack
Für Notfälle, auch im Falle von Verletzungen, gehört ein leichter Biwaksack im Winter und bei Hochtouren immer in den Rucksack. Es gibt kleine und sehr leichte Ausführungen, die bestens geeignet sind und nicht viel kosten.
- Steinschlaghelm*
Ein Steinschlaghelm schützt uns auf der Tour und gehört zu deiner technischen Ausrüstung dazu. Ein Helm wird dir von der Bergschule für die Dauer der Tour kostenfrei zur Verfügung gestellt. Gerne kannst du deine eigene Ausrüstung mitbringen.
- Sitzgurt*
Ein Sitzgurt sollte einen guten stabilen Sitz um das Becken und die Oberschenkel haben. Bei Wintertouren und Hochtouren eignet sich eine ungepolsterte Variante. Im Sommer empfiehlt sich ein gepolsterter Klettergurt. Der Sitzgurt wird dir von der Bergschule für die Dauer der Tour kostenfrei zur Verfügung gestellt. Gerne kannst du deine eigene Ausrüstung mitbringen.
- Sicherheitskarabiner*
Der Drei-Wege Sicherheitskarabiner (z. B. Ball-Lock von Petzl) wird dir von der Bergschule für die Dauer der Tour kostenfrei zur Verfügung gestellt. Gerne kannst du deine eigene Ausrüstung mitbringen.
- Pickel*
Bei Hochtouren und anspruchsvollen Skitouren darf ein Eispickel in deiner Ausrüstung nicht fehlen. Der Pickel wird dir von der Bergschule für die Dauer der Tour kostenfrei zur Verfügung gestellt. Gerne kannst du deine eigene Ausrüstung mitbringen.
- Funktionssocken
Je nach Länge der Tour benötigst du ein weiteres Paar zum Wechseln. Bei Sommertouren kannst du die Socken auch mal auswaschen. Wir empfehlen Socken aus Merino-Wolle. Für Wintertouren empfehlen wir etwas wärmere Socken mit einem höheren Schaft. Wichtig ist ein guter Sitz der Socken, damit kann das Risiko der Blasenbildung deutlich verringert werden.
- Funktionelle Unterwäsche
Je nach Länge der Tour benötigst du zwei bis drei Garnituren zum Wechseln. Eine Garnitur trägst du bereits bei Tourenstart. Wir empfehlen Wäsche aus Merino-Wolle. Erfahrungsgemäß beginnt Synthetik-Material nach einiger Zeit unangenehm zu riechen. Bei Sommertouren kann die Unterwäsche auch mal ausgewaschen werden. Sehr gute Erfahrung haben wir mit Unterwäsche von super.natural für Damen und Herren gemacht.
- Funktionelle Berghose lang
Je nach Tour und Wetterlage trägst du diese Hose bereits zum Tourenstart. Die Qualität der Hose sollte an den Charakter der Tour angepasst sein. Eine dünne Hose eignet sich für Touren, die nicht weit über 2.000 m hinaus gehen. Ein etwas robusteres Material ist für unsere Alpenüberquerungen ratsam. Zip-Off-Hosen sind eine gute Möglichkeit, um Gewicht zu sparen. Für Hochtouren benötigst du unter Umständen eine Hose, die am Beinende verstärkt ist, um beim Gehen mit Steigeisen einen entsprechenden Schutz zu haben. Für Schneeschuhtouren sollte die Hose entsprechend warm und eventuell gefüttert sein. Alternativ ist auch eine lange Unterhose als weitere Wärmeschicht möglich.
- leichte Hüttenhose
Für eine Tour mit Hütten-Übernachtungen benötigst du eine leichte Hose für deinen Aufenthalt auf der Hütte. Hier solltest du unbedingt auf das Gewicht und ein kleines Packmaß achten.
- Funktionsshirt langärmlig
Abhängig von deiner Tour benötigst du ein zweites Shirt (Beispiel Herren & Beispiel Damen) zum Wechseln. Je nach Wetter und Tour trägst du dieses Shirt (wärmere Version) vielleicht schon am Körper. Wir empfehlen auch hier Merino-Wolle. Das Shirt kannst du bei Sommertouren auch mal auswaschen. Möglicherweise ist eine Weste eine gute Ergänzung statt eines weiteren Shirts, das ist aber natürlich dir überlassen. Achte auch hier auf das Gewicht.
- Funktionsshirt kurzärmlig
Abhängig vom Charakter und der Länge der Tour benötigst du vielleicht ein zweites Shirt. Während einer Sommertour kann das Shirt (Beispiel Damen & Beispiel Herren) auch mal von Hand gewaschen werden. Diese Shirts gibt es auch in unserem Bergschulbüro im Kleinwalsertal käuflich zu erwerben (solange der Vorrat reicht).
- Wärmende Jacke
Diese wärmende Schicht kann eine Primaloft-, Daunen-, Fleece- oder Softshelljacke (Beispiel Damen & Beispiel Herren) sein. Wichtig ist, dass eine Regenjacke bzw. Hardshelljacke darüber passt. Diese kannst du als zusätzliche Wärmeschicht tragen. Das Schichtprinzip hat sich in den Bergen bewährt. Mehrere dünne Schichten übereinander bieten Flexibilität in Bezug auf Temperatur und Wetter.
- Regenschutz
Der Regenschutz ist mit das Wichtigste in unserer Ausrüstung. Das Wetter in den Bergen kann sich sehr schnell ändern. Neben einer Regenjacke (Damen/Herren) muss auch eine Regenhose bei jeder Tour in den Rucksack. Ein Regenponcho ist ungeeignet, ein Windstoß genügt um deine Sicht einzuschränken, was wiederum die Trittsicherheit beeinflusst.
- Mütze/Stirnband
Egal ob Winter- oder Sommertour - eine Mütze oder ein Stirnband gehört in deinen Rucksack. Je nach Vorliebe reicht auch ein Stirnband. Die Kapuze dient dann als zusätzlicher Wärmeschutz am Kopf.
- leicht gefütterte Handschuhe
In den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen. Auch im Sommer kann es in der Höhe empfindlich kalt werden. Deshalb gehören leicht gefütterte Handschuhe auch im Sommer in den Rucksack.
Für Touren im Winter sind leicht gefütterte Handschuhe ideal, wenn es nicht zu kalt ist oder wenn dich ein schweißtreibender Aufstieg fordert. Abhängig von deiner Tour musst du ein zweites Paar, wärmer gefüttert, mitnehmen. Gerade bei Touren im Schnee (Hoch-, Ski-, Freeride- oder Schneeschuhtouren) können die Temperaturen deutlich schwanken.
- Sonnenschutz
Dazu gehören Sonnencreme, Sonnenbrille, Schildmütze oder ein Sonnenhut.
- Trinkflasche
Deine Trinkflasche sollte mindestens 1 bis 1,5 Liter fassen (als eine Flasche oder zwei Flaschen). Bei den meisten Touren kann man zwischendurch die Flasche auffüllen. Dennoch solltest du sicherstellen, dass du auf langen Strecken genügend zum Trinken dabei hast.
- Energieriegel/Nüsse
Je nach persönlichem Bedarf reichen dir für den ersten Tag ein paar Energieriegel. Oftmals kannst du während der Tour auf den Hütten oder bei Aufenthalten im Tal Riegel kaufen. In vielen Unterkünften ist es möglich ein Lunchpaket zu bestellen. Deshalb brauchst du nur für den ersten Tag Verpflegung mitnehmen.
- Gamaschen (optional)
Gamaschen werden zum Schutz vor Schmutz, Feuchtigkeit und Kälte getragen. Daher sind diese vor allem im Frühling oder im Herbst und je nach den Schneeverhältnissen auf deiner Tour sinnvoll.
- Hüttenschuhe
Auf den allermeisten Hütten gibt es Hüttenschuhe zum Ausleihen. Wenn dein Rucksack nicht zu schwer ist, kannst du deine eigenen Schuhe mitnehmen.
- kleiner Kulturbeutel
Achte bei deinen Hygieneartikeln (Shampoo, Duschgel, etc.) auf kleine Reisegrößen. Die kleinen Größen reichen für die Tourdauer und das Gewicht ist deutlich geringer.
- kleines Handtuch und Waschlappen
Am besten eignen sich Mikrofaserhandtücher. Diese gibt es in verschiedenen Größen und Farben und sie sind sehr platzsparend. Ein kleiner Waschlappen ist sehr hilfreich, wenn es auf einer Hütte keine Dusche gibt.
- Hüttenschlafsack (ohne Metallanteile)
Ein Hüttenschlafsack ist bei allen Touren mit Hüttenübernachtung aus Hygienegründen Vorschrift. Auf den Berghütten können die Bettlaken und Decken nicht täglich gereinigt werden. Es gibt Modelle aus Synthetik, Seide oder Merinowolle. Achte auf ein kleines Packmaß und geringes Gewicht. Der Hüttenschlafsack darf keinen Reißverschluss haben.
- Ausweis/Bargeld
Bargeldloses Bezahlen ist nur auf wenigen Hütten möglich. Deshalb musst du genügend Bargeld mitnehmen, um alle Kosten, die nicht in deiner Pauschale inkludiert sind, zu begleichen. Wie viel du mitnimmst, hängt von deinem Konsumverhalten ab. Ein grober Richtwert sind etwa 45,00 € pro Tag und pro Person.
- Stirnlampe
Eine gute Stirnlampe findest du hier und gehört ebenfalls bei dieser Tour zu deiner Ausrüstung. Die Lampe kann nicht nur während der Hüttenübernachtung zum Einsatz kommen, auch untertags während der Tour.
- Powerbank (optional)
Um mögliche Engpässe beim Laden der Handys zu vermeiden, kann eine Powerbank hilfreich sein. Wenn du das zusätzliche Gewicht sparen möchtest, solltest du dich bei der Nutzung des Handys einschränken.
- Ohropax (optional)
Auf Touren mit Hüttenübernachtung sind Ohropax sehr hilfreich. Du bist möglicherweise in größeren Bergsteigerlagern untergebracht und teilst dir diesen Raum mit anderen.
- Blasenpflaster & Tape
Ein hautverträgliches Tape zum Abkleben von empfindlichen Stellen im Schuh sollte unbedingt mit in den Rucksack. Außerdem ist es hilfreich, vorsorglich Blasenpflaster mitzunehmen. Neben deinen persönlichen Medikamenten solltest du auch Schmerzmittel und ein bisschen Verbandsmaterial mitnehmen, aber alles natürlich nur in kleinen Mengen und klein verpackt.
Die mit einem *Stern gekennzeichneten Ausrüstungsgegenstände werden von der Bergschule für die Dauer der Tour kostenfrei zur Verfügung gestellt (Anmeldung erforderlich!). Gerne kannst du auch deine eigene Ausrüstung mitbringen.
Zimmervermittlung bei vorzeitiger Anreise
Tourismus Pontresina (Tel.: +41 818388300, Mail: pontresina@engadin.ch)
Sei dabei! Auf Instagram und Facebook. Wir sind das ganze Jahr in den Bergen unterwegs und teilen unsere Bergmomente. #willkommendraußen #visitbergschuleat
(nur auf Anfrage buchbar)





